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La Pizza für La Kantersieg

Es ist Samstagabend in Zug. Die OYM Hall glänzt im weihnachtlichen Licht und die Stimmung ist wie bei einem Champions-League-Finale – liegt wohl an der Werbung auf dem Eis für die CHL und die tosenden Zuschauer. Einzig haben wir mehr Tape an den Fussgelenken und weniger Millionen auf dem Konto. #bender

 

Der HC88 Baar darf heute für einmal heimisch an die Sache ran, um gegen HC Zugerland anzutreten. Nach dem überzeugenden Schlussdrittel in Wohlen will man heute ein Statement setzen, denn man kann als Weihnachtsmeister in die verdiente Festtagspause gehen (sozusagen kann man sich zum Santa Claus der ZSHL machen). Mit drei vollen Linien zitterten die Baarer bereits – Diskussionen zur potenziellen Eiszeit sind gängiges Redematerial. Andere machten sich mehr Sorgen um den Belag der versprochenen Pizzas nach dem Spiel. Hierzu später mehr.

 

Und Geschenke gab’s tatsächlich – aber nur für die Baarer Fans. Aber zuerst noch zwei Rookie Laps für die beiden neuen Import-Spieler Jules Whittingham & Justin Alkier. Welcome to the Show, Boys. Die beiden Youngsters mussten ermahnt werden, dass das Tempo einiges höher ist als in den Minors. Aber jetzt rein in die Partie:

 

Die Baarer haben wohl mit ihrem vorzeitigen Silvesterfeuerwerk die Hütte in Brand gesetzt, denn auf dem Eis war eine Feuerwehr zu sehen. 5. Spielminute – Voneschen eröffnet den Torregen auf Vorlage von Bachmann. Zwei Minuten später legt Alkier nach mit einem Joe-Pavelski-Tip-in, dann Muller mit dem 3:0 in Unterzahl nach wunderschöner Vorlage durch Florian Strebel. Die Baarer spielen wie im Rausch, Zugerland findet kein Mittel. Voneschen schnürt seinen Doppelpack, und Whittingham setzt den Schlusspunkt für das erste Drittel. 5:0 nach 20 Minuten – die OYM Hall ist fest in Baarer Hand. Für das Team Zugerland war es wohl näher an den Höllgrotten als an einer Eishalle.

 

Die Euphorie in der Garderobe ist gross – das mit Abstand beste Drittel der Baarer diese Saison. Nicht nur resultattechnisch, sondern auch spielerisch. Nun geht es darum, dass man so weiterspielt – es sind noch 40 Minuten zu spielen und in dieser Liga sind 5 Tore nicht unmöglich aufzuholen. Coach Bombay warnt vor Überheblichkeit und Leistungsabfall. Mit viel Motivation und klarem Ziel gehen die Baarer wieder aufs Eis.

 

Das zweite Drittel beginnt sofort mit der Baarer Dominanz vom ersten Drittel – Voneschen macht in der 22. Minute seinen Hattrick perfekt (back-to-back Hattricks – it’s giving Prime Ovi). In der 26. Minute füllt Whittingham nochmals einen ein. 7:0 vor Spielhälfte! Für Gen-Alpha: das waren Tore 6-7 aaayyyy (IYKYK). Die Zugerländer versuchen sich zu wehren, aber Timo Hofstetter (vielen Dank für die Aushilfe!) im Baarer Tor ist eine Wand, wenn es ihn braucht. Er hatte wenig zu tun, was die Leistung seiner Vorderleute bestätigt. Das Spiel wird immer noch von den Baarern bestimmt, jedoch nicht mehr so dominant wie in den ersten 26 Minuten. Die Baarer gehen mit einer 7-Tore-Führung in die zweite Drittelspause.

 

Der Ausgang des Spiels scheint eigentlich schon klar, trotzdem setzen sich die Baarer in der Garderobe nochmals ein Ziel: Kein Tor kassieren. Natürlich wurde das S-Wort nicht benutzt.

Das letzte Drittel ist ähnlich wie das zweite aufgehört hat. Mehrheitlich gelenkt von den Baarern, jedoch nicht mehr so zwingend wie die ersten beiden Drittel. Eine kuriose Szene, die sich ergeben hat – die Linie um Whittingham, Alkier und Voneschen hat es fertiggebracht, in einem Shift 4× die Torumrandung zu treffen, jedoch kein Tor zu erzielen. Die Linie bleibt also bei mageren 6 Toren für dieses Spiel. Gregi „The Broom“ Iten wischt danach das Eis frei und netzt zum 8:0 ein. Der restliche Gameplan lautet somit: Spiel verwalten, Null halten – und das gelingt. Hofstetter bleibt unüberwindbar, die Defensive steht wie eine Mauer, der Coach kann zufrieden sein. Der HC88 geht als Santa Claus in die Weihnachtspause.

 

Ein dominanter Auftritt des HC88 Baar. Von der ersten Minute an Vollgas, acht Tore, kein Gegentreffer. Die OYM Hall wurde zur Baarer Partyzone. Die Party ging in der Garderobe nämlich weiter, denn die angesprochenen Pizzas sind angekommen. Mehrere Diskussionen brachen aus, ob jetzt eine Dönerpizza oder doch die Pizza Hawaii die beste aller Zeiten ist. Wir möchten unserem grosszügigen Sponsor La Pizza in Baar danken für die grosszügige und feine Verpflegung! Wir können die Pizza jedem empfehlen!

 

Best Player: Timo Hofstetter

 

 

Over n’ Out
Griddy94